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Unter der Leitung von Silke Löhr präsentiert die Rhein-Ruhr Philharmonie ein Programm mit internationalen Solisten, in dem das Horn eine besondere Rolle spielt.

Die Filmmusik zu The Lord of the Rings, The Fellowship of the Ring von Howard Shore (Arr. John Whitney) lässt die Sagenwelt J.J.R. Tolkiens wie im Zeitraffer aufleuchten. Packend, mitreißend, immer nahe am epischen Geschehen des Romans orientiert – Howard Shore hat es mit seiner Musik geschafft, der filmischen Handlung eine neue Dimension zu verleihen.

Giovanni D’Aquila greift in seinem Konzert “The Great Horn of Helm” für Alphorn und großes Orchester eine Episode aus Tolkiens zweitem Band von The Lord of the Rings auf, in der das Horn von Helm Hammerland das Ende der Schlacht um die Hornburg verkündet. Ein sehr atmosphärisches Stück und einzigartig in seiner Textur und Besetzung, für das wir den international gefeierten Alphornsolisten Carlo Torlontano gewinnen konnten, für den das Werk auch geschrieben wurde.

Unter den Hornkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart ragt das Vierte besonders heraus. Virtuos, voll lyrischer Schönheit und tänzerischer Leichtigkeit, ist es ein Meisterwerk der Hornliteratur. Wir sind sehr froh, mit Marc Gruber, Solohornist des Symphonieorchesters des Hessischen Rundfunks und Gewinner zahlreicher internationaler Preise, einen herausragenden Vertreter seines Faches bei uns zu haben.

»Hoch auf’m Berg, tief im Tal grüß ich dich viel tausendmal!« Diese Worte, verbunden mit einer Alphornmelodie, die Johannes Brahms 1868 bei einem Ferienaufenthalt in der Schweiz aufgeschnappt hatte, schickte er als Geburtstagsgruß auf einer Postkarte notiert an Clara Schumann. Dieses Alphornthema gewinnt eine Art Schlüsselrolle innerhalb seiner ersten Symphonie und feiert einem triumphalen Höhepunkt im Hornsolo des letzten Satzes.

Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod von André Sebald erfahren. Er verstarb in der vergangenen Woche im Alter von 73 Jahren.

Die Rhein-Ruhr Philharmonie durfte zwei Projekte, 2023 und 2025, mit ihm gestalten, in denen er uns mit Humor, einer unendlichen Erfahrung und mit seinem profunden Wissen dem Ideal von Werktreue und lebendiger Interpretation näherbrachte.

Seine freundlichen Hinweise, dass man gesteckten Zielen immer auch noch ein bisschen näher kommen kann, werden unseren weiteren Weg begleiten und immer in Erinnerung sein.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Lieber André, du bleibst als wichtiger Wegbegleiter des Orchesters stets in unseren Herzen!

Die Rhein-Ruhr Philharmonie

Das diesjährige Frühjahrskonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie ist geprägt von der Musik George Gershwins und Antonín Dvořáks – zwei Komponisten, die auf ganz unterschiedliche Weise die musikalische Geschichte Amerikas hörbar machen. Es ist eine Geschichte von Hoffnung und Aufbruch, von Aufständen, indigenen Traditionen und dem Kampf gegen Rassismus. Diese Themen beschäftigen uns auch, und vielleicht ganz besonders, in der Gegenwart. Der Titel unserer beiden Konzerte ist daher als bewusste Rückbesinnung auf jene Ideale zu verstehen, für die diese Musik einst stand: Freiheit, Würde, kulturelle Vielfalt und der Glaube an gesellschaftlichen Fortschritt. In den Werken Gershwins und Dvořáks klingt ein Amerika, das sich als offenes Versprechen verstand – als Hoffnung auf ein Miteinander, das aus unterschiedlichen Stimmen eine gemeinsame Sprache formt.

Der Abend wird mit George Gershwin eröffnet. I Got Rhythm komponierte er ursprünglich für das Broadway-Musical Girl Crazy, es wurde schnell zum Erfolg. Deer Song enthält Elemente aus der jüdischen Theatermusik der Lower East Side, aus Ragtime und Blues sowie aus zeitgenössischen Tanzrhythmen. Die Rhein-Ruhr Philharmonie spielt eine eigens für diesen Abend geschaffene Bearbeitung für großes Orchester und Jazzband von Bernd Johannes Wolf.

Darauf folgend hören wir Gershwins einziges Klavierkonzert, das Concerto in F, uraufgeführt im Dezember 1925. Es verbindet die Energie des damaligen New York mit der klassischen Form des Klavierkonzerts. Jazz- und Blueselemente stehen dabei gleichberechtigt neben klassischen Strukturen.

Die zweite Hälfte des Abends ist ganz Antonín Dvořák gewidmet. Seine 9. Symphonie (Aus der Neuen Welt) zählt mit ihren eingängigen Melodien zu seinen bekanntesten Werken. Entstanden während seines Aufenthalts in den USA, zeigt sie eindrucksvoll, wie stark ihn die dortige Musik geprägt hat. Dabei ging es Dvořák nicht um eine bloße Nachahmung, sondern um das Aufgreifen charakteristischer Klangfarben und Rhythmen aus Tänzen und Spirituals der indigenen Bevölkerung sowie afroamerikanischer Traditionen. Die Uraufführung der Symphonie fand am 16. Dezember 1893 in New York statt und wurde von Dvořák selbst dirigiert.

Die Konzerte finden am 15.03.2026 um 16:30 Uhr und 28.03.2026 um 19:00 Uhr statt. Karten sind ab sofort verfügbar, weitere Details unter Konzerte.